Ligurien – Mein Reisebericht und Fotos aus Italiens Nordwesten

Das erste, was einem vermutlich einfällt, wenn man an die italienische Region Ligurien denkt, ist wohl das UNESCO-Weltkulturerbe Cinque Terre mit seinen malerischen Dörfern direkt an der schroffen Mittelmeersteilküste. Das Ligurien natürlich vielmehr als nur diese (zweifellos wunderschönen) Küstendörfer zu bieten hat, durften meine Freundin und ich während unseres zweiwöchigen Urlaubes in Italien erleben. In diesem Reisebericht zeige ich einige Fotos unseres dortigen Aufenthaltes und gebe ein paar praktische Tipps und Empfehlungen.

Sicherlich stand ein Besuch der fünf Ortschaften der Cinque Terre, namentlich Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, ganz oben auf unserer „To Do Liste“. Daher sollte unsere Unterkunft in der ersten Woche in relativer Nähe zu eben jenen Dörfern sein, so dass diese gut bei einem Tagesausflug zu erreichen wären.

Erste Station: Usurana bei La Spezia

Da wir uns recht kurzfristig für den Urlaub in Italien entschlossen hatten, versuchten wir gar nicht erst, ein Gästezimmer oder eine Ferienwohnung direkt in einem der fünf Cinque Terre Dörfer zu bekommen, denn das erschien uns zur Hauptsaison wenig erfolgversprechend. Guter Ausgangspunkt für Tagestouren nach Monterosso und Co ist die Hafenstadt La Spezia. Also schauten wir uns in der näheren Umgebung nach einer Unterkunft um – und wurden fündig.

Etwa 10 Kilometer nördlich von La Spezia liegt das kleine Dorf Usurana inmitten von Bergen, Wäldern und Olivenhainen. Und in jenem Ort haben wir eine wahre Perle als Unterkunft gefunden.

Etwas außerhalb des Dorfzentrums liegt der Hof Agriturismo „I due ghiri“ (benannt nach den zwei Siebenschläfern, die während der Umbauarbeiten auf dem Hof gefunden wurden) von Gaia und Stefano.

Die beiden Gastgeber bauen hier nach organisch-biologischen Richtlinien saisonales Gemüse an und halten diverse Tiere wie Gänse, Perlhühner und Schafe. Die Gäste des Hofes haben jeden Abend die Möglichkeit, die Produkte aus Gaias und Stefanos Eigenproduktion (frisches Gemüse, hausgemachte Nudeln mit Pesto, Perlhuhn…) sowie regionale Weine bei einem großen gemeinsamen Abendessen zu verköstigen. Dabei gehen die beiden bzw. ihre Köchin auch auf die Wünsche von Vegetariern ein. Noch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, muss ich immer wieder an die fantastischen Tomaten denken, die so unglaublich schmackhaft waren. Im Preis inbegriffen ist das morgendliche Frühstück bestehend aus Brot, Butter, diversen hausgemachten Marmeladen, Käse, Schinken und dem Wichtigsten: Kaffee.

i due ghiri Ligurien
Die Aussicht auf die umliegenden Hügel und Olivenhaine.

Ligurien Italien

Gaia und Stefano bieten auf ihrem Hof mehrere Ferienwohnungen in den liebevoll restaurierten Landhäusern an. Die Unterkünfte sind sauber, gemütlich und bedingt durch die Bauweise auch im Hochsommer angenehm kühl 😉
Wer auf Urlaub im Grünen abseits der Touristenströme gepaart mit italienischer Landküche steht, dem kann ich Agriturismo „I due ghiri“ wirklich ans Herz legen.

Von La Spezia nach Cinque Terre

Die 93.959 Einwohner zählende Hafenstadt La Spezia ist zentraler Ausgangspunkt für den Cinque Terre Tourismus. Innerhalb weniger Minuten ist man per Zug in einem der fünf mittlerweile weltbekannten Dörfer. Keinesfalls (!!!) sollte man versuchen während der Hauptsaison mit dem Auto in die fünf Orte zu fahren. Das ist ohnehin nur bedingt möglich und der akute Mangel an freien Parkplätzen gepaart mit engen Straßen wird definitiv für Frust sorgen. Auch mein „genialer“ Plan, mit dem Auto nach Porto Venere zu fahren und von dort den Weg nach Riomaggiore zu wandern endete mit dem Resultat, dass wir entnervt wieder nach La Spezia zurück fuhren.

Hier mein Tip:

Um sich stressfrei das UNESCO-Weltkulturerbe anzuschauen, ist der Zug als Verkehrsmittel erste Wahl. Während der Hauptsaison bilden sich morgens vor den Ticketautomaten allerdings häufig elendig lange Schlangen (Menschenmassen sind für mich oftmals ein Alptraum und lösen beinahe einen Fluchtreflex in mir aus). Die kann man aber umgehen, indem man einfach am späten Nachmittag oder frühen Abend an La Spezias Hauptbahnhof begibt und das Zugticket für den nächsten Tag kauft. Die Massen an Touristen sind dann nämlich bereits weg. Am Folgetag kann man dann ganz einfach das Ticket am Bahnsteig entwerten und direkt in den Zug steigen.
Um jedes der fünf Dörfer intensiver zu erkunden, würde ich persönlich wenigstens zwei Tage einplanen. Hätten wir uns vorher etwas mehr informiert, so hätten wir uns nicht für einfache Zugtickets sondern für die Cinque Terre Card entschieden, die gegen einen kleinen Aufpreis an einem Tag eine unbegrenzte Nutzung der Züge zwischen den Dörfern ermöglicht. Desweiteren berechtigt sie zur Nutzung des Wanderweges Sentiero Azzurro  durch den Cinque Terre Nationalpark.

Da wir auf unser Auto angewiesen waren, um nach La Spezia zu kommen, bedurfte es eines relativ günstigen Parkplatzes, wo wir den Wagen den Tag über stehen lassen konnten. Zwar gibt es ein Parkhaus direkt am Hauptbahnhof, dieses war aber chronisch belegt. Daher entschlossen wir uns, unsere Kutsche etwas abseits zu parken. Mit 0,75€ pro Stunde waren wir dabei – die Parkplätze habe ich auf der folgenden Karte mal markiert. Von dort konnte man dann in ca. 30 Minuten gemütlich durch La Spezias Innenstadt zum Bahnhof schlendern.

La Spezia Ligurien
Im Hafen von La Spezia.

La Spezia selber ist keine wirkliche Touristenstadt, die recht große Innenstadt bietet jedoch einige interessante Restaurants, Bars, Eisdielen (!) und Geschäfte. Auch der eher industriell geprägte Hafen sowie dessen mit Palmen gesäumte Promenade laden zum Flanieren ein. Gerade in den frühen Abendstunden, wenn die Temperaturen etwas kühler werden, geht es hier angenehm lebendig zu.

Letzten Endes aber zog es uns natürlich in die malerischen Dörfer der Cinque Terre. Nachdem meine Freundin und ich uns am Vorabend bereits die Zugtickets besorgt hatten, waren wir etwas verwundert, als wir am Bahnhof ankamen: Keine langen Schlangen am Ticketautomaten und auch die Zahl der Touristen am Bahnsteig war überschaubar. Was war passiert? Am Morgen hatte es einige Regenschauer gegeben und der Himmel war bewölkt und diesig mit nur kleineren Auflockerungen. Scheinbar hielt das die Massen fern – uns sollte es recht sein. Als erstes Ziel hatten wir uns Monterosso, das westlichste der fünf Dörfer, gesetzt. Während der ca. 20 minütigen Zugfahrt, die größtenteils durch Tunnel entlang der Steilküste führte, wurde gelegentlich der Blick auf das Mittelmeer frei. Da wir nur einen Tag für die Cinque Terre hatten, sah unser Plan neben dem Besuch von Monterosso noch einen Abstecher nach Vernazza und Manarola vor. Dort wollte ich dann zur blauen Stunde ein Foto des Dorfes in der Steilküste machen.

Monterosso Ligurien
Der Strand von Monterosso.

Monterosso ist sicherlich das touristisch am besten erschlossene Dorf der Cinque Terre und besitzt auch den einzigen richtigen Badestrand der fünf Dörfer. Es ist in meinen Augen nicht ganz so idyllisch wie beispielsweise Vernazza oder Manarola. Dennoch ist der Ort reizvoll mit seinen lebendigen Altstadtgassen. Auch wirkte er, trotz Hauptsaison und aufklarendem Wetter, nicht überlaufen auf mich (lediglich Strandplätze sind schwer zu kriegen).

Monterosso
In den Gassen von Monterosso.

Nach einem Mittagessen und Stadtbummel zog es uns weiter nach Vernazza – was mit dem Zug etwa 3 Minuten benötigt. Aufgrund der Mittagshitze wollten wir uns eine Wanderung ersparen, auch wenn diese spektakuläre Aussichten verspricht.

Das Örtchen Vernazza empfanden meine Freundin und ich übereinstimmend als das schönste der drei von uns besuchten Dörfer. Die engen Gassen mit teils steilen Treppen laden zu Erkundungstouren ein und ein Eis äh… Gelato essen an der Hafenmole ist Pflicht! Auch Vernazza erschien uns zu keinem Zeitpunkt überlaufen.

Vernazza
Der Hafen und die Mole von Vernazza.

 

Vernazza Steilküste Boot
Die Steilküste mit interessanten Felsstrukturen bei Vernazza.
Vernazza
Die Gassen von Vernazza.
Vernazza
Blick über Vernazza.

Am frühen Abend schließlich erreichten wir Manarola. Dieses Dorf, welches sich so unglaublich malerisch in die Steilküste einfügt, scheint Fotografen besonders anzuziehen. Schon vor unserem Urlaub habe ich häufig Bilder von Manarola bestaunen können – und heute wollte ich nun mein eigenes Foto der Stadt machen, auch wenn das Motiv bereits tausendfach fotografiert wurde. Dadurch wird es ja nicht weniger schön.

Bis zum Sonnenuntergang bzw. bis zur blauen Stunde, während der ich mein Foto vom beleuchteten Manarola schießen wollte, war noch etwas Zeit. Daher wanderten wir ein wenig im Dorf umher, genehmigten uns einen Wein und Oliven und schauten uns den Sonnenuntergang an der Steilküste an.

Wein in Manarola
Lecker Wein in einem kleinen Weinlokal in Manarola.
Sonnenuntergang Manarola
Sonnenuntergang über dem Mittelmeer.

Mit der Zeit leerte sich der Ort ein wenig, da viele Tagestouristen entweder noch in eines der anderen Ortschaften der Cinque Terre fuhren oder aber die Heimreise über La Spezia antraten. Nach und nach aber versammelten sich einige Fotografen, die wohl alle das gleiche Ziel hatten wie ich. Dennoch war es kein Problem, einen guten Standpunkt für das Stativ zu finden, denn allzu voll war es entlang des Weges mit Blick auf den Ort nicht. Da hatte ich schlimmeres befürchtet.
Kurzzeitig kam ich mir fast ein bisschen blöd dabei vor, einfach mehr oder weniger das gleiche Bild wie jeder andere hier zu fotografieren. Mein Freundin verstand es gut, mich ein wenig aufzuziehen und meinte, ich solle doch einfach einen der anderen Fotografen nach einem Abzug ihres Fotos fragen (ich muss jetzt noch über ihre Neckereien lachen – auch dafür liebe ich sie).
Dann aber sagte ich mir, dass Fotografie mein Hobby ist und es völlig unerheblich ist, wie oft ein Motiv bereits fotografiert wurde. Ich habe Freude am Fotografieren. Punkt.

Manarola
Bei der Arbeit und gepiesackt von der Freundin.

Da ich beim intensiveren Fotografieren doch lieber meine Ruhe habe oder unter Gleichgesinnten bin, einigten meine Freundin und ich uns darauf, dass sie sich ein wenig an die Küste setzt. Endlich hatte ich meine Ruhe 🙂

Das finale Ergebnis dieser Fotosession habe ich bereits einmal als Foto der Woche im Blog geposted. Hier zeige ich es nun noch einmal.
Wer von den Lesern als erstes meine Freundin auf dem Bild findet (ja, sie ist darauf zu sehen), dem schicke ich einen Fotoabzug in 30×20 cm. Gratis. Versprochen.

Manarola Cinque Terre
Manarola/Cinque Terre zur blauen Stunde.

Nach erfolgreichem Fotoshooting  traten wir gegen 22 Uhr die Heimreise an. Züge von Manarola und den anderen Dörfern gen La Spezia fahren im Sommer übrigens bis in den späten Abend (bis nach 0 Uhr) hinein. Zugverbindungen kann man unter anderem hier erfragen.

Sehenswertes um La Spezia (und außerhalb von Cinque Terre)

Zumindest einen Teil der Hauptattraktion Liguriens hatten wir gesehen. Doch dieser wunderschöne Landstrich hat soviel mehr zu bieten.

Hochsommer in Italien am Mittelmeer – da sind auch ein paar Strandtage Pflicht. Natürlich wird man zur Haupturlaubszeit der Italiener in aller Regel keine wirklich einsamen Badebuchten finden. Allerdings konnten wir einen Strand für uns entdecken, der etwas Anstrengung bedarf, um ihn zu erreichen. Aus diesem Grunde mag er vielleicht gut besucht aber nicht gänzlich überfüllt zur Hauptsaison sein.
Wer diesen Strand (namentlich Punta Corvo) besuchen möchte, muss sich dafür in das kleine Dörfchen Montemarcello nahe der Grenze zur Toskana aufmachen:

Der Weg zu dieser Badebucht ist zumindest im Sommer bei hohen Temperaturen nicht zu unterschätzen. Über einen Pfad und viele hundert Stufen geht es zum Strand hinab (bzw. wieder hinauf). Ordentlich Trinkwasser mitnehmen ist Pflicht und auch ein Sonnenschirm ist sehr ratsam, damit der gemeine Mitteleuropäer nicht in der mitunter brutalen mediterranen Sonne eingeht. Der Weg zur Punta Corvo ist gut ausgeschildert.

Eidechse
Auf dem Weg zur Punta Corvo…
Punta Corvo Strand
Der schöne und saubere Strand bei Montemarcello.

Wem es mehr nach Baden im Süßwasser ist, dem empfehle ich ein Bad im Vara Fluss. Wir konnten beim kleinen Ort Brugnato eine schöne Stelle für uns entdecken, die fast ausschließlich von Einheimischen genutzt wird und zumindest wochentags, auch bei gutem Wetter, kaum besucht war. Die Badestelle ist nur über einen unscheinbaren Pfad zu erreichen. Das Wasser dort ist angenehm kühl und kristallklar. Auch die antiken Überreste einer Brücke, der Ponte Romano, befinden sich hier.

Ponte Romana Brugnato
Badestelle am Vara Fluss.

Für alle Süßwasserfans, die es mal nach Ligurien zieht, ist hier mal die Lage der Badestelle auf einer Karte eingetragen:

Woche 2 – In und um Imperia

In der zweiten Urlaubswoche ging es für uns an das westliche Ende Liguriens nach Imperia. Dort hatten wir die Möglichkeit in einer Privatwohnung etwas außerhalb des Stadtzentrums unterzukommen.

Es gab Versuche, den Ort Imperia zu einem Art zweiten Monaco zu machen, was (glücklicherweise) nicht gelungen ist. Die Reichen und Schönen bleiben wohl doch lieber im nahe gelegenen Fürstentum. Lediglich einige protzige Yachten im Hafen lassen die Nähe zum reichen Stadtstaat erahnen.

Die Küste bei Imperia zeigt sich ganz anders als im Osten Liguriens. Hier im Westen trifft man vermehrt auf flache Sand und Kiesstrände und die Küste ist längst nicht so schroff. Für mich persönlich konnte Imperias Umland ganz klar punkten. Überall finden sich große Olivenhaine mit alten Trockenmauern und dazwischen kleine romantische Bergdörfer (für mich als Wahl-Schleswig-Holsteiner ist wohl alles über 400m ein Berg…). Nicht, dass es diese Mittelmeerromantik nicht auch um La Spezia gegeben hätte aber hier erschien mir diese Idealvorstellung einer mediterranen Landschaft einfach noch präsenter. Das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck.

Das Künstlerdorf Bussana Vecchia

Völlig unverständlich ist mir, dass das kleine Dorf Bussana Vecchia, etwa 10 km westlich von Imperia, in unserem Ligurien Reiseführer nur eine Randnotiz war.
Bussana Vecchia wurde im Jahre 1887 von einem Erdbeben zerstört und daraufhin von seinen Einwohnern aufgegeben. Seit den 1960er Jahren wurden dann die Ruinen des Dorfes von Künstlern teilweise restauriert und (illegal) wieder besiedelt. Auch heute noch finden sich dort an jeder Ecke die Spuren des Erdbebens. Mit seinen kleinen Galerien, Ateliers und Künstlercafes inmitten von mittelalterlichen Gassen versprüht der Ort einen sehr speziellen Charme. Auch wenn ich mich persönlich als nicht besonders interessiert an Kunst bezeichnen würde, so halte ich einen Besuch von Bussana Vecchia dennoch für empfehlenswert.

Bussana Vecchia
Die alten Gassen von Bussana Vecchia.
Bussana Veccia Art
Kunst ist allgegenwärtig im Ort.
Bussana Vecchia
Die Ruine einer alten Kirche.
Bussana Veccia
Schäden des Erdbebens sind nach wie vor zu sehen.

Baden in Süß- und Salzwasser

Natürlich mussten wir uns auch bei Imperia aufgrund der sommerlichen Temperaturen immer wieder etwas Abkühlung verschaffen. Da bieten sich meines Erachtens zum einen die Kiesstrände im östlichen Teil Imperias (Oneglia) an. Je weiter man gen Osten geht, desto leerer werden auch die Strände. Auch zum Schnorcheln sind die Badestellen dort ideal. Das klare Wasser bietet gute Sicht auf Brassen, Meerpfauen und gelegentlich sogar Oktopusse. Beim Einstieg, gerade bei etwas stärkerem Wellengang, sollte man vorsichtig sein, damit man sich an den rauhen Steinen im Wasser (und den ebenfalls dort vorkommenden Seeigeln) nicht verletzt.

Imperia Strand
Der Fels „La Galeazza“ bei Imperia bietet Wagemutigen die Möglichkeit aus größerer Höhe ins Wasser zu springen…
La Galeazza Landschaftsfotografie
… und mir eine nette Gelegenheit zu fotografieren.
La Galeazza
Langzeitbelichtung während des Sonnenunterganges.

Interessant zu wissen ist, dass das Meeresgebiet vor Liguriens Küste Teil eines Schutzgebietes für Meeressäuger, dem Santuario dei Cetacei, ist. Es beherbergt eine der größten Dichten an Walen und Delphinen im gesamten Mittelmeer. Viele Arten wie Streifendelphin, Rundkopfdelphin, Pottwal und das zweitgrößte Säugetier der Erde, der Finnwal, sind dort das ganze Jahr über anzutreffen.

Finnwal Mittelmeer Ligurien
Finnwal vor der ligurischen Küste.

Whalewatching Touren von Imperia aus bietet die Organisation Whalewatch Imperia an. Die Touren werden durch eine/n fachkundige/n Biologe/-in begleitet und kommentiert. Etwas negativ aufgestoßen ist mir, dass man mit dem Boot zunächst 1 1/2 Stunden lang weitere Gäste in anderen Häfen aufsammelt bevor es wirklich losgeht. Ich persönlich habe den Aufenthalt auf dem (verständlicherweise zur Hauptsaison) rappelvollen Boot nicht so wirklich genossen. Auch empfand ich die Annäherung des Bootes an den zuerst gesichteten Finnwal etwas zu aufdringlich. Bei den weiteren Delphin- und Walsichtungen war man dann zurückhaltender. Ich jedoch bevorzuge Whalewatching Touren auf kleineren Booten (wie auf Gomera erlebt), bei meinen Tauchausfahrten oder aber bei Spaziergängen an der heimischen Ostsee

Süßwasserfreunden lege ich eine Fahrt nach Lecchiore, wenige Kilometer nordwestlich von Imperia, nahe. Mitten im Wald hat dort ein Wildbach stellenweise Kaskaden gebildet, in denen man schwimmen kann.

Lecchiore Kaskaden
Kristallklare und kühle Kaskaden bei Lecchiore.

Damit es ein Geheimtip bleibt, verrate ich die genaue Stelle aber nicht – die muss der geneigte Besucher selber herausfinden bzw. erwandern 😉

Ligurien – wir kommen bestimmt wieder

Meine Freundin und ich haben unseren Aufenthalt in Ligurien sehr genossen. Zwei Wochen Aufenthalt waren jedoch viel zu wenig, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erleben. Die hier gezeigten und beschriebenen Aktivitäten und Orte geben nur einen Bruchteil der Möglichkeiten vor Ort wieder. Natur- als auch Kulturliebhaber kommen in dieser wunderschönen Region voll auf ihre Kosten. Für Fragen zu Ligurien-Reisen stehe ich in der Kommentarfunktion selbstverständlich zur Verfügung. Abschließend zeige ich nun noch ein paar weitere Impressionen aus Italien.

Bis zum nächsten Mal, bella Italia!

Mauergecko
Ein Mauergecko (Tarentola mauritanica) auf Insektenfang in einer Straßenlaterne.
Abendessen
Abendessen auf der Terrasse in Imperia.
Ciao! Strandselfie in Imperia.
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4 Kommentare zu „Ligurien – Mein Reisebericht und Fotos aus Italiens Nordwesten

  1. Hi Patrick
    wow, was für eine tolle Serie von einem wunderschönen Fleck auf diesem Planeten. Jedes Reisebüro wäre neidisch ab deinem Bericht und sicherlich läuft diverse Lesern das Wasser im Munde zusammen. Ich kenne die 5Terre. War auch restlos begeistert. Ich denke es hat für jeden Geschmack etwas dabei, sei es landschaftlich, Dolce far‘ niente, die ganze Ambiance etc. Wenn man deine Bilder anguckt bekommt man eine Idee wie toll es da ist, jede Ecke bietet wieder Ueberraschungen. Die berühmte Nachtaufnahme gehörte bei mir damals auch dazu 😀 Sieht aber auch wirklich gut aus. Wir haben beinahe noch den Zug zurück nach Spezia verpasst 😀
    Danke dass du diese Eindrücke mit uns teilst,
    LG Thee

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    1. Danke Thee! Ich war bei der Fahrt durch die Schweiz übrigens auch sehr beeindruckt von den Schweizer Bergen, die ja nochmal eine ganz andere Liga sind als das, was ich bisher von den deutschen Alpen kennengelernt habe. Da würde mich eine Wandertour auch mal reizen!
      Liebe Grüße,
      Patrick

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