Meine Eindrücke vom Tamron SP 150-600mm USD an der Sony A77 II | Erfahrungsbericht

Seit einigen Wochen besitze ich nun das Tamron SP 150-600mm USD Teleobjektiv. Ich nutze die Version für das Sony A-Bajonett vorwiegend an einer Sony Alpha 77 II. Das Objektiv hat mich nun bereits auf einigen Fototouren begleitet – Zeit über meine ersten Eindrücke von und Erfahrungen mit der Linse zu berichten.

Ganz zu Beginn: Die Objektiv-Variante des Tamron 150-600mm für das Sony A-Mount* unterscheidet sich geringfügig von den Versionen für Nikon und Canon – der im Objektiv verbaute Bildstabilisator fällt hier weg, da bei den Sony SLTs das Bild kameraintern stabilisiert wird.

Beginnen möchte ich meinen Bericht zunächst mit den Eindrücken zu Haptik und Verarbeitung.

Verarbeitung, Haptik und Bedienung

Nimmt man das erste Mal ein Teleobjektiv mit dieser Brennweitenspanne in die Hand, so wirkt es sicherlich sehr schwer. Verglichen mit lichtstärkeren Profi-Linsen ist das Tamron jedoch ein Leichtgewicht (rund 2 kg mit Stativschelle). Es ist also durchaus möglich auch mal etwas länger ohne Stativ aus der Hand zu fotografieren.

Tamron 150-600 Sony
Das Tamron 150-600mm

Um das Objektiv für einen vergleichsweise günstigen Preis anbieten zu können, wurde es sicherlich zu einem großen Teil aus Kunststoff gefertigt. Keinesfalls wirkt es dadurch aber schlecht verarbeitet oder billig und zumindest der Objektivteil vom Bajonett bis zur Stativschelle ist aus Metall hergestellt. Da dieser Bereich am ehesten mal größeren Belastungen ausgesetzt ist, macht das auch Sinn!

Tamron 150-600 Sony
Das Tamron 150-600mm: Gummierung am Bajonett

Am Bajonettrand befindet sich eine Gummierung, die das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindern soll. Die Stativschelle (ebenfalls aus Metall) besitzt an der Basis Einbuchtungen, so dass man die Kamera in Verbindung mit Objektiv beim Transport gut an dieser Stelle festhalten bzw. tragen kann. Da das Objektiv mitsamt Kamera nicht in meine aktuelle Kameratasche passt, kommt mir das sehr entgegen.
Stichwort Größe: Eingefahren beträgt die Baulänge des Objektivs (ohne Streulichtblende) rund 26cm – ein Punkt, den man bei der Wahl des Kamerarucksacks berücksichtigen sollte.

Tamron 150-600 Sony
Das Tamron 150-600mm ausgefahren

Die Gegenlichtblende lässt sich für den Transport abnehmen und verkehrt herum auf das Objektiv aufsetzen.
Bei der Sony Variante des Tamron 150-600mm befinden sich 3 Schalter am Objektiv:

  1. Fokuslimiter – Dient dazu, den Fokusbereich bei Bedarf auf 15m bis unendlich zu begrenzen (die Naheinstellgrenze des Objektivs liegt bei 2,70m).
  2. AF-MF – Erklärt sich wohl von alleine 😉
  3. Fokuslock – Verhindert beim Transport des Objektivs das versehentliche Ausfahren des Tubus.
Tamron 150-600 Sony
Das Tamron 150-600mm: Schalter

Sowohl Fokus- als auch Zoomring sind angenehm griffig und breit. Der Fokusring läuft sehr geschmeidig beim manuellen Fokussieren. Der Zoomring ist etwas schwergängiger. Störend ist mir das bisher aber nicht aufgefallen.
Wer Filter am Tamron 150-600mm benutzen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen, denn das Filtergewinde hat einen Durchmesser von 95mm.

Das Objektiv in der Praxis und Bildqualität

Eines vorneweg: Das Tamron 150-600mm ist relativ lichtschwach (f5 bei 150mm und f6.3 bei 600mm). Daher habe ich bisher fast ausnahmslos offenblendig mit diesem Objektiv fotografiert. Dennoch werdet ihr um die Verwendung von relativ hohen ISO-Zahlen oft nicht herumkommen. Wenn ihr also beim Anblick von etwas Bildrauschen und damit einhergehenden Detailverlust (meines Erachtens bei modernen Kameras kein großes Thema) Ausschlag bekommt, dann spart lieber für eine lichtstarke Profilinse. Die meiste Zeit hatte ich an meiner Sony A77 II in Verbindung mit dem Tamron ISO-Werte von 800 bis 1600 eingestellt. Mit etwas Rauschreduzierung in der Nachbearbeitung meines Erachtens kein großes Problem. Auch größere Ausdrucke sind damit noch möglich, ohne dass das Bildrauschen wirklich auffällt. Selbst im Einsteigerbereich der DSLRs und DSLMs sind wir heutzutage mit wirklich ausgereifter Bildsensortechnik gesegnet! Aber das ist alles nur meine Meinung…
In den später folgenden Bildbeispielen sind keine Laborbilder zu finden sondern Fotos aus der Praxis. D.h. auch diese wurden teils mit hohen ISO-Werten geschossen.

Was mich gleich zu Anfang gefreut hat: Ich habe kein Montagsmodell mit sichtbarem Front- oder Backfokus erwischt. In aller Regel lag der Fokus an der gewünschten Stelle. Abweichungen waren dann eher Fehlern des Fotografen zuzuschreiben (nicht immer alles auf das Objetiv schieben 😉 ). Die Fokusgeschwindigkeit des Objektivs, welches einen Ultraschall-Antriebsmotor (USD – Ultrasonic Silent Drive) für den AF nutzt, war auch immer sehr flott (ohne das ich Vergleichsmöglichkeiten zu Profilinsen habe). Je nach Motiv habe ich den Einzelbild Autofokus als auch den kontinuierlichen Nachführ-Autofokus der Sony A77 II genutzt. Bei der Motivverfolgung kamen mir sicherlich die 79, über einen großen Bereich des Sensors verteilten AF-Punkte zugute. Ein Pumpen des Objektivs beim Fokussieren konnte ich nur beobachten, wenn beispielsweise viel Gestrüpp zwischen mir und dem Motiv lag. Dieses Problem kann man dann aber durch Verwendung des Fokuslimiters am Objektiv oder in der Kamera umgehen, indem man so verhindert, dass beispielsweise auf Gräser im Nahbereich scharf gestellt wird. Bewegliche Objektive haben dem Tamron meist keine Probleme bereitet. Bitte bedenkt aber bei meiner Beurteilung des Objektives aber daran: Ich bin Amateur. Ich habe keinen Vergleich zu professionellen Linsen in Bezug auf Performance und Bildqualität. Wichtig zu beachten ist auch: Die Fokusgeschwindigkeit ist immer Resultat des Zusammenspiels zwischen Objektiv UND Kamera. Meine hier gemachten Aussagen beziehen sich auf die Kombination des Tamron 150-600mm an einer Sony A77 II. 
Ein Vorteil des Ultraschallmotors für den Autofokus: Er ist leise. Bei der Wildlifefotografie werden Tiere nicht durch ein zu lautes Fokussieren gestört.

Baumläufer Naturfotografie Tamron 150-600
Baumläufer. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm (+ Crop) // ISO1000 // f6.3 // 1/100 Sek.
Auch bei beweglichen Motiven wie diesen Kranichen...
Auch bei beweglichen Motiven wie diesen Kranichen…
... war der Autofokus mesit treffsicher.
… war der Autofokus meist treffsicher. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 300mm // ISO400 // f5.6 // 1/800 Sek.

Angetan war ich auch von der Detailschärfe des Objektivs. Feine Strukturen wie Federn oder Haare sind auch offenblendig bei korrektem Fokus schön zu erkennen:

Stadttaube. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 420mm // ISO400 //f6.3
Stadttaube. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 420mm // ISO400 //f6.3 // 1/60 Sek.

Auch am langen Ende bei 600mm und an der Naheinstellgrenze (2,70m) gibt´s von meiner Seite aus nix zu meckern. Die Schuppen der hier gezeigten Kreuzotter sind detailreich und scharf abgebildet:

Weibliche Kreuzotter. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO320 // f6.3 // 1/320 Sek.
Weibliche Kreuzotter. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO320 // f6.3 // 1/320 Sek.

Was chromatische Abberationen und Randunschärfen anbelangt, so kann ich bisher nichts negatives berichten. Wie bei allen Erfahrungsberichten hier auf meinem Blog, ergänze ich aber auch meine zukünftigen Erfahrungen in diesem Bericht. Bis dato bin ich mit dem Tamron noch nicht durch sämtliche Extremsituationen gegangen.
Ich lasse jetzt einfach noch ein paar Bilder für sich sprechen, so dass sich jeder einen eigenen Eindruck verschaffen kann. Abschließen werde ich dann mit einem kurzen Fazit.

Sturmmöwe. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO 1250 // f6.3 // 1/1000 Sek.
Sturmmöwe. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO 1250 // f6.3 // 1/1000 Sek.
Reiherente. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO1000 // f6.3 // 1/250 Sek.
Reiherente. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO1000 // f6.3 // 1/250 Sek.
Abendstimmung im Moor. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO1000 // f6.3 // 1/500 Sek.
Abendstimmung im Moor. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO1000 // f6.3 // 1/500 Sek.

Das Bokeh kann bei viel Gestrüpp etwas unruhig wirken, zumal die relativ geringe Offenblende nicht immer optimale Freistellung zulässt.

Kaninchen. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO400 // f6.3 // 1/125 Sek.
Kaninchen. Sony A77 II // Tamron 150-600mm // 600mm // ISO400 // f6.3 // 1/125 Sek.

Fazit

Für den ambitionierten Amateurfotografen, der nicht den Preis eines Kleinwagens in ein neues Objektiv dieser Brennweite investieren möchte, gibt es mit dem Tamron SP 150-600mm USD ein wirklich leistungsfähiges Werkzeug für unter 1000€ zu kaufen. Schärfe, Abbildungsleistung und Fokusgeschwindigkeit geben aus meiner Sicht wenig Grund zu meckern. Das kann sich mit weiteren Erfahrungen natürlich noch ändern – bis dato bin ich aber sehr zufrieden mit der Linse. Für manch einen Naturfotografen mag jedoch die relative Lichtschwäche von f6.3 am langen Ende ein Ausschlusskriterium sein. Dann heißt es allerdings: Weiter sparen!
Laut diverser Berichte ist das Sigma 150-600mm Contemporary  (leider nicht für Sony A-Mount erhältlich) eine Alternative auf Augenhöhe mit dem Tamron. Ich empfehle, beide Objektive einmal in die Hand zu nehmen und zu testen, um hier eine Entscheidung zu treffen. Ebenfalls sehr gut und erschwinglich, jedoch nur für Nikon Fotografen erhältlich, ist wohl das Nikon AF-S Nikkor 200-500mm. Dieses ist für knapp 1500€ erhältlich und hat immerhin eine durchgehende Lichtstärke von f5.6. Sicherlich für die Nikonianer unter euch eine denkbare und bezahlbare Alternative zum Tamron.

Seit kurzem ist das Tamron 150-600mm f5-6.3 VC USD in der zweiten Version (G2)* erhältlich (aktuell leider nur für Canon und Nikon). Diese Ausführung erlaubt die Verwendung von Tamrons eigens für das Objektiv entwickelten Telekonvertern (1,4fach und 2fach).
Habt ihr Fragen oder Anregungen? Womit fotografiert ihr Wildlife? Schreibt es doch in die Kommentarspalte!

Update 15.6.2016

Ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Objektiv in Verbindung mit der A77 II. Der Autofokus arbeitet bei mir sehr flott und zuverlässig. Ausschuss durch Fehlfokus hält sich in Grenzen. Abbildungsfehler wie chromatische Abberationen sind mir bis dato nicht unangenehm aufgefallen. Anbei findet ihr nochmal ein paar Beispielfotos aus den letzten Tagen, die ich mit dem Tamron 150-600mm an der A77 II geschossen habe.

Schwarzkehlchen weiblich.
Weibliches Schwarzkehlchen. 600mm // f6.3 // ISO800 // 1/1600 Sek.

Bei ausreichend Abstand des Motives zum Hintergrund lässt sich mit dem Tamron dann doch ein sehr schön weiches Bokeh erzielen (weiter oben im Text hatte ich das je nach Aufnahmesituation unruhige Bokeh bemängelt):

Bokeh Tamron 150-600
Bokeeehhhhh… 600mm // f6.3 // ISO800 // 1/800 Sek.

Der Fokus greift auch bei schnell bewegliche Motiven:

Schwarzkehlchen
Schwarzkehlchen beim Abflug. 600mm // f6.3 // ISO800 // 1/2000 Sek.

Update 6.10.2016

Ich gehe zur Zeit meine ersten Schritte in der Videografie und bin zu diesem Zweck an einem windigen und kühlen Herbstabend zusammen mit dem Tamron SP 150-600mm USD und der Sony A77 II ins Moor gefahren. Mein erstes Fazit zu dieser Kombi in Bezug auf das Filmen: Es macht mir einen Heidenspaß! Selbstredend nutze ich beim Filmen den manuellen Fokus. Das angenehm große und leichtgängige Fokusrad erlaubt mir in Kombination mit Sonys Fokuspeaking (der fokussierte Bereich im Bild wird farblich hervorgehoben) ein sehr geschmeidiges und genaues Fokussieren. In der Natur der Sache liegt natürlich, dass das Bedienen des Fokusringes bei 600mm Brennweite schon zu starken Verwacklungen führt. Da wären mittelfristig ein noch deutlich stabileres Stativ/Stativkopf nötig (nicht, dass ich mit meinem Stativ generell unzufrieden wäre). Beim Filmen konnte ich sehen, dass das Tamron Gegenlichtsituationen insgesamt sehr ordentlich handhabt, denn Lens Flares treten nicht übermäßig auf.

Meine ersten Filmresultate der Kombination aus Sony A77 II und dem Tamron SP 150-600mm USD habe ich zu einem kurzen Film zusammengeschnitten:

Update 19.01.2017

Ich verwende das Tamron immer noch sehr gerne. Auch nach gut 10 Monaten der Nutzung sind mir keine gravierenden Schwächen aufgefallen. Chromatische Abberationen konnte ich auch bei kontrastreichen Lichtsituationen nicht im größeren Maße ausmachen. Bei meiner Fototour zum Brachvogel und dem Seeadler hat mich das Tamron auch wieder begleitet und die Bildergebnisse sind über jeden Zweifel erhaben. Folgt einfach dem Link zum Beitrag, um euch einen weiteren Eindruck zu verschaffen.

(* Affiliate Link – Beim Kauf über diese Amazon Links erhalte ich eine kleine Provision. Für den Käufer entstehen keine zusätzlichen Kosten.oder Nachteile)

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26 Kommentare zu „Meine Eindrücke vom Tamron SP 150-600mm USD an der Sony A77 II | Erfahrungsbericht

    1. In der Tat, das ist schon imposant, was der Bildstabi da leistet! Wie weit ich dem kamera-internen von Sony gehen kann, müsste ich mal austesten! Ja, denke für den ambitionierten Amateur bietet das Tamron eine Menge. Ob es Profiansprüchen genügt vermag ich aber nicht zu beurteilen. Dennoch ist der Consumer heute schon verwöhnt, was erschwinglich verfügbares und qualitativ gutes Kameraequipment angeht!
      LG,
      Patrick

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      1. Was doof ist, ist die Tatsache, dass man die Canon-Telekonverter nicht am Tamron nutzen kann (bauliche Gründe) und die Fremdhersteller-Konverter mit der Kamera nicht kommunizieren. Beim Original Canon ist es kein Problem auch mal den 1,4-fach Konverter dran zu setzen. Bei Tamron braucht man dann ein älteres Kameramodell 🙂

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  1. Hallo Patrick
    stimme dir ziemlich zu. Ich weiss nicht ob du unsere Odysee mit dem Tamron mitbekommen hast. Anfangs waren alle begeistert. Doch mit der Zeit tat es nicht mehr wie es sollte. Habe aber gestern jemanden getroffen der immer noch sehr zufrieden ist. Vielleicht haben wir alle eine Serie erwischt die nix taugte. Aber richtig, es ist gut bezahlbar und eine gute Pirschlinse da das Gewicht noch gut ertragbar ist. Der Vorteil ist auch, man kann zoomen. Richtig, eher eine Schönwetterlinse oder man nimmt Bildrauschen in Kauf. Wünsche dir viel Glück damit und noch viele spannende Tierbilder welche ich mir gerne angucken werde. Liebe Grüsse Thee

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    1. Hallo Thee,
      finde ich die Odysee auf deinem Blog? Leider hat man ja häufiger mal Pech mit Montagsmodellen – hoffe das meines nicht anfängt zu spinnen!
      Natürlich ist das Tamron ein Kompromiss zwischen Portabilität und Leistungsfähigkeit aber doch ein wirklich guter. Das Bildrauschen empfinde ich zumeist als vertretbar an meiner Cam. Eine Option wäre hier natürlich der Aufstieg auf Vollformat aber gerade der Crop ist mir wichtig bei Wildlife. Mal schauen – gerade bin ich zufrieden! Weitere Fotos werden folgen 😉

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      1. Habe meines im August 2014 gekauft. Dann war alles gut bis Frühling 2015. Dann ging gar nichts mehr. Auch neue Firmware half nichts. Das selbe Problem bei zig Tamronbesitzern, egal ob Nikon oder Canon.
        Drück dir die Daumen. LG Thee

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  2. OMG, was für ein Rohr ;-). Nee, genau das war ein absolutes k.o.-Kriterium. Aber die BQ scheint nicht schlecht zu sein und Bokeh sieht z. T. schön cremig aus. Aber die Größe….. Ich habe mich für das 80-400mm von Nikon an der D810 entschieden. Ein Kompromiss zwischen Brennweite, Größe, Gewicht, BQ und Preis.

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  3. zum Beitrag weiter oben (5. April 2016, 19:48) „Ich persönlich croppe dann lieber noch ein wenig“:

    Ich hab die Canon-Version des Tamron überwiegend an 5DMkIII. Mit dem 150-600 (mein erstes Tamron überhaupt) bin ich sehr zufrieden und fotografiere in letzter Zeit gern und viel damit. Am langen Ende wünscht man sich manchmal etwas mehr. So musste auch ich schon feststellen dass ich weder mit Canon Extender EF 2x II noch mit Kenko C-AF 1.4 Teleplus Pro 300 verlängern kann. Also dachte ich auch schon drüber nach alternativ mit APS-C zu croppen. Hierfür wäre bei mir jedoch ein neuer zeitgemäßer (Canon-) Body fällig.

    Durch den kleineren Sensor befürchte ich jedoch Verlust an Bildqualität und Zunahme von Rauschen, obwohl ich Letzteres in der Nachbearbeitung ganz gut in den Griff bekomme.

    Testen könnte ich zwar mit meinen alten Crop-Gehäusen 350D, 400D u. 50D. Weiß aber nicht ob`s wirklich vergleichbar mit aktuellen Gerätschaften wie 80D, oder 7D MkII wäre.

    Wie sind Deine Erfahrungen am Crop bezüglich Bildqualität und Rauschen im Vergleich FF und Crop?

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    1. Die MKII akzeptiert den Kenko 1.4 in Verbindung mit dem Tamron. Gleiches Problem hatte ich nämlich auch schon 🙂 Gleiche Probleme hat die MKIII mit Adaptern für alte Linsen, die mit einem Chip ausgerüstet sind, genauso wie die älteren No-Name-Batterien von der MKII nicht in der MKIII funktionieren. Wir können uns ja denken warum 🙂

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    2. Moin!
      Ich kann dir bzgl. eines Vergleiches zwischen FF und CPS-C leider keine Erfahrungswerte geben, da ich nur mit APS-C fotografiere.
      Aber vielleicht helfen dir meine Ansichten zu diesem Thema weiter. Ich vertrete nämlich die Meinung, dass dem Bildrauschen zu viel Bedeutung beigemessen wird. Moderne (Crop-) Bildsensoren sind technisch so ausgereift (selbst im Einsteigerbereich), dass höhere ISO Werte eigentlich kein Problem mehr sind. Wenn man heutzutage sich Vergleiche von Crop- und FF Kameras anschaut, dann wird in aller Regel auf 100% Bildansicht Pixelpeeping betrieben. Aber wie oft schauen wir uns Bilder denn nach der Bearbeitung auf 100% an? Die Frage ist ja auch, was möchtest du mit deinen Bildern machen? Lädst du sie auf FB hoch, druckst du sie aus, …? Wenn wir Fotos nur ins Web hochladen, dann geschieht das ohnehin in verringerter Auflösung. Ich behaupte, dass man die Unterschiede zwischen FF und Crop im Rauschen so überhaupt nicht mehr ausmachen kann. Ich könnte dir jedenfalls nicht sagen, ob ein Foto jetzt mit Crop oder FF gemacht wurde. In erster Linie interessiert mich auch das Bild selber – welche Arbeit hat sich der Fotograf gemacht, spricht mich die Bildgestaltung und Bildaussage an?
      Wenn du deine Bilder ausdrucken möchtest, dann sind mit modernen APS-C Bodys auch großformatige Prints kein Problem, selbst wenn in den Dateien Rauschen zu sehen ist. Ich selber habe auch ein Foto, das relativ verrauscht ist, auf 60x40cm ausgedruckt. An der Wand im normalen Betrachtungsabstand fällt das aber nicht auf!
      In Naturfotozeitschriften sehe ich auch heutzutage immer noch Drucke von Bildern, die mit alten Kameras (z.b. Nikon D300, einer Kamera von 2007) gemacht wurden und die qualitativ dennoch sehr überzeugen.
      Ich selber nutze meine Alpha 77 II ohne weiteres bis ISO2000, wenn nötig auch höher. Bei Wildlife lässt sich das manchmal nicht vermeiden. Wenn die Bilder dann korrekt belichtet sind, stört mich persönlich das Rauschen nicht. Natürlich gehen so immer auch Details verloren, keine Frage. Aber wenn das Bild dann an meiner Wand hängt, fällt es mir einfach nicht auf.
      Also: Die möglichen Unterschiede zwischen FF und modernen Cropkameras im Rauschverhalten sind mir persönlich einfach zu marginal (wenn ich von dem ausgehe, was in Onlinevergleichen so gesehen habe), als dass ich ihnen Bedeutung beimessen würde 🙂
      Wenn dich aber direkte Vergleiche interessieren, schau doch auf dem folgenden Link vorbei. Dort kannst du viele Kameramodelle bei untersch. ISO Werten direkt vergleichen:

      http://www.dkamera.de/testbericht/canon-eos-70d/bildqualitaet.html

      Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen!
      Beste Grüße,
      Patrick

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      1. Hallo Patrick,
        vielen Dank für die flotte Antwort. Ausdrucke und Poster sind für mich kein Thema. Überwiegend werden meine Bilder auf flickr hochgeladen, wie Du schon erwähnt hast in verringerter Auflösung. Mit dem 150-600 fotografiere ich überwiegend Kleingetier wie Vögel und Eichhörnchen. Letztere oft im Park, freihand in Baumgruppen oder Gestrüpp, wo nicht selten eher schlechtere Lichtverhältnisse vorherrschen. Ausreichende Schärfentiefe für Eichhörnchen habe ich bei 600mm bereits ab Offenblende 6.3 bis f8. Zeitvorgaben von 1/500 – 1/320 sec haben sich bei mir bewährt. Weil die Motive recht flink sind lasse ich gern die ISO-Automatik machen (begrenzt auf 12800). In der beschriebenen Situation läuft es dann meist auf Werte von ISO 5000-12800 hinaus. Entrauschen gehört quasi schon zu meinem Standrad-Workflow. Manchmal sogar in 2 Durchgängen, vor- u. and dem Verkleinern. Mein Entrauscher (Neat Image) mach diesbezüglich wirklich einen guten Job, stößt aber ab und zu an seine Grenzen. Hier befürchte ich mit APS-C eine Verschlimmerung, kann aber nur meine 50D / 400D / 350D als Referenz hernehmen. Die Bildqualität und den Autofokus einer 600D vor einiger Zeit fand ich bei einem Testexemplar fürchterlich. Deswegen ging sie gleich wieder zurück. Andere neuere APS-C Bodies hab ich noch nicht getestet.

        Wenn Du aber schreibst dass moderne APS-C Sensoren ausgereift sind, dann werde ich nach dem Sommerurlaub nochmal mal testen, sofern die Urlaubskasse noch was hergibt 😉

        Viele Grüße
        Oli

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  4. Hi Patrick,
    wollte noch berichten wie`s bei mir weiter ging: Inzwischen hab ich mich auch mit dem (Canon-) Händler meines Vertrauens über die Thematik unterhalten. Obwohl er mir natürlich Vieles verkaufen könnte hat er insbesondere beim Rauschverhalten davon abgeraten von FF auf APS-C umzusteigen. Sinngemäß meinte er dass aktuell immer mehr Megapixel auf die Sensoren gepackt werden was dem Rauschverhalten bekanntlich nicht zuträglich ist. Die Prozessoren rechnen das zwar wieder raus, können aber auch nicht alles. Ich werd`s deshalb dabei belassen und versuchen etwas näher an die Tiere ran zu kommen.

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  5. Moin zusammen , hab bei EBay das Tamron 150-600mm A- Mount geschossen und es zusammen mit dem LA-EA3 Adapter an meine Sony A6300 adaptiert. Hab natürlich keine Stabi mal sehen was geht . AF-C funktioniert aber recht flott .
    LG Michael

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