Reise zu den Kegelrobben und Basstölpeln

Im Juni diesen Jahres ging es mit mit Freundin und Freunden nach Helgoland. Schon länger wollte ich die für Deutschland einzigartige Fauna dort fotografisch festhalten: Große Seevogelkolonien bestehend aus Basstölpeln, Trottellummen, Sturmvögeln und Dreizehenmöwen sowie mein persönliches Highlight: die Kegelrobben und Seehunde auf der Helgoländer Düne.

Insbesondere die Kegelrobben (Deutschlands größtes Raubtier!), von denen etwa 400 auf der Düne leben, wollten wir näher beobachten, wussten wir doch aus Internetberichten und Dokumentationen von deren Neugier gegenüber Schwimmern und besonders Schnorchlern!

Also durften Unterwassergehäuse für die Kamera sowie Neoprenanzug und Tauchermaske nicht fehlen.
Auf der Helgoländer Düne angekommen und in den Anzug gezwängt ging es sofort ins kalte Nordseewasser. Und keine 5 Minuten später war es dann soweit: 3-4 Kegelrobben umkreisten uns neugierig aber in sicherem Abstand und beäugten die 2 Typen mit den seltsamen Flossen an den Füßen.
Aufgrund der Windstille wurden wir unter Wasser mit einer tollen Sicht beglückt. So hatten wir einen tollen Blick auf die Helgoländer Unterwasserwelt: Palmtangwälder in denen sich Strandkrabben verstecken, unzählige Kompass- und Ohrenquallen sowie eine Rippenqualle und kleinere Fische waren zu entdecken. Nur Helgolands wohl berühmtester Unterwasserbewohner war nicht zu entdecken – der Hummer. Dieser hält sich wohl eher auf dem Felssockel um die Hauptinsel auf und bevorzugt größere Tiefen. Leider hatte sich meine Kamera auf der Anreise entladen, so dass das ganze Erlebnis ersteinmal „nur“ in unserem Gedächtnis und nicht auf SD-Karte gespeichert wurde.
Das sollte sich am nächsten Tag ändern.
An diesem war das Wasser jedoch deutlich unruhiger und die Sicht deutlich schlechter. Eine recht starke Strömung erschwerte die fotografische Arbeit. Doch kaum waren wir im Wasser, wurden wir von einem ausgewachsenen Kegelrobbenweibchen begrüßt – diesmal ohne den Sicherheitsabstand. Umgehend machte sich das Tier daran, unsere Flossen und Kamerausrüstung zu untersuchen. Vor allem die Flossen schienen dabei Objekt seiner Begierde zu sein – immer wieder knabberte es vorsichtig daran. Mit einer unglaublichen Eleganz schwamm die Robbe (die bis zu 300 kg schwer werden) zwischen mir und meinem Kumpel hin und her. Als ich mich im flacheren Wasser kurz aufstellte, stupste mich das Tier vorsichtig mit der Schnauze gegen mein Bein, als fordere es mich auf, ihm wieder meine Flossen zur „Verfügung“ zu stellen.
Nach etwa einer halben Stunde verließen wir begeistert und beseelt das kalte Nordseewasser und genossen noch einige Minuten das sonnige Wetter. So fühlt es sich also an, mit Deutschlands größtem Raubtier (das sollte man bei aller Zutraulichkeit der Tiere immer bedenken!) zu schwimmen.

Link zum Helgoland Flickr-Album mit weiteren Fotos.

 


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