Gomera – Lorbeerwald, Delphine und mehr

Im August ging es für 3 Wochen auf die Kanaren. 2 Wochen davon verbrachten wir auf Gomera. Kurzum: Für jeden Freund von Aktivurlaub ist diese Insel ein Traum – Wandern, Biken, Tauchen, Whale Watching – da sollte für jeden was dabei sein.

Für mich als angehenden Biologen und leidenschaftlichen Taucher waren vorallem 2 Dinge ein Muss: Das Whale Watching und naja… Tauchen eben! Jedem Gomerabesucher möchte ich den Garajonay Nationalpark im Innern der Insel ans Herz legen. Der an den Bergen kondensierende Passat sorgt dort für einen dichten Bewuchs, den man auf einer Insel vor der Küste Marokkos so vielleicht gar nicht vermuten würde. Insbesondere für seine dichten Lorbeerwälder ist der Park bekannt. Die Bäume sind mit dichten Flechten- und Moosteppichen bewachsen und häufig hängen dichte Nebelschwaden in den Hängen. In unmittelbarer Nähe auf dem Campingplatz in El Cedro schlugen wir unser Basislager auf, so dass wir regelmäßig Ausflüge in den „Laurisilva“, wie der Lorbeerwald auf Gomera genannt wird, unternehmen konnten. Von Vueltas im Valle Gran Rey ging es mit „Amazonia Touren“ (zu empfehlen – kleines Boot, verträgliches Whalewatching, nette Mitarbeiter!) auf Whale Watching Tour. Als das Boot 3000m Wasser unter dem Kiel hatte mussten wir nicht lange warten und wir konnten einen Brydewal mit Kalb beobachten. Der Koloss von 14 Metern Länge tauchte sogar unter das Boot durch – beeindruckend. Als wäre das nicht genug, lies sich kurze Zeit später eine Schule von Großen Tümmlern blicken, die verspielt in der Bugwelle reiteten und Sprünge von 3-4 Metern aus dem Wasser vollführten. Die Tour war wahrlich ein Erfolg! Um Gomera wurden bis dato über 20 Arten von Walen und Delphinen nachgewiesen – viele davon ganzjährig wie z.B. der Indische Grindwal (auch Pilotwal genannt). Leider waren die Ausblicke unter Wasser weniger beeindruckend und das nicht wegen schlechter Sicht. Nein, die war hervorragend jedoch wird leider auch vor Gomera relativ unkontrolliert gefischt, was zur Folge hat, dass den Seeigeln die Fraßfeinde fehlen und diese sich stark vermehren können – dies wiederum zieht nach sich, dass kaum Pflanzen zu finden sind. Das sieht auf der Nachbarinsel El Hierro, wo Fischerei angeblich stärker kontrolliert wird, besser aus. Hier sind Begegnungen mit z.B. Großfisch deutlich wahrscheinlicher. Die letzte Woche ging es dann nach Teneriffa, wo wir aus relativem Geldmangel unsere Zeit in und um El Medano verbrachten. Das heißt für uns wohl: Wiederkommen und den Rest erkunden!

Link zum Gomera Flickr-Album mit weiteren Fotos.

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